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    Wenn es um die persönliche Vorsorge geht, ist Ihre Eigenverantwortung gefragt

    Gerade in den ersten Jahren nach der Betriebsgründung ist die Firma von der Arbeitsfähigkeit ihres Inhabers besonders abhängig. Durch Krankheit oder einen Unfall kann ein dauerhafter Verlust zum finanziell Existenz bedrohenden Risiko werden. Ob Sie sich selbst absichern möchten, Ihre Familie oder Ihren Geschäftspartner, auch hier gilt es die individuelle Situation gründlich zu durchleuchten und geeignete Versicherungsbausteine zu nutzen. Nutzen Sie dazu den gruendershop-Tipp für das exklusive Beratungs-Angebot unserer fachkundigen Beratungs-Partner, um den individuellen Bedarf genau zu ermitteln:



    Berufsunfähigkeitsversicherung

    In jedem Fall sollten Sie eine private Berufsunfähigkeits-Versicherung (BU) abschließen, denn: jeder vierte Arbeitnehmer scheidet aufgrund von Krankheit bzw. Invalidität vorzeitig aus dem Berufsleben aus! Die BU ist wichtiger als eine Unfallversicherung, denn die häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit entstehen auf Grund von Krankheiten und nicht durch Unfälle. Mit den Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) lässt sich der gewohnte Lebensstandard nicht aufrechterhalten. Denn mit der Rentenreform des Jahres 2001 gibt es für alle Erwerbstätigen, die nach 1960 geboren sind, seit dem 1. Januar 2001 keine gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente mehr. Damit eine Berufsunfähigkeit nicht den sozialen Abstieg bedeutet, ist die Absicherung nur noch privat möglich und ein Muss für jeden Erwerbstätigen! Bei einer Berufsunfähigkeits-Versicherung erhalten Sie eine monatliche BU-Rente, wenn Sie Ihren bisher ausgeübten Beruf nachweislich für mindestes sechs Monate zu weniger als 50 Prozent nicht mehr nachgehen können. Die BU-Rente sollte mindestens 75 Prozent vom jetzigen Nettogehalt betragen, wobei eine Nachversicherungsgarantie empfehlenswert ist, da die Lebensunterhaltskosten ebenfalls steigen. Diese Garantie sichert Ihnen eine Anpassung der Rentenzahlung während der Einzahlungsphase ohne erneute Gesundheitsprüfung! Ob eine separate Unfallversicherung zusätzlich sinnvoll ist, hängt individuell von Ihrem Berufsrisiko ab! Hier können Sie direkt Ihr kostenloses online-Angebot einholen:

    Unfallversicherung

    Eine wichtige Ergänzung zu allen anderen Versicherungen ist die gesetzliche (Berufsgenossenschaft) und/oder private Unfall-Versicherung. Beide zahlen, wenn durch einen Unfall eine Invalidität eingetreten ist. Unternehmer oder Freiberufler sind in der Regel nicht pflichtversichert, jeder Unternehmer kann sich aber freiwillig gegen die Folgen von Arbeits- und Wegeunfällen bei seiner Berufsgenossenschaft versichern. Die gewerblichen Berufsgenossenschaften sind nach Branchen gegliedert. Die gesetzliche Unfallversicherung leistet nur bei Wegeunfällen und beruflichen Unfällen, die private Unfallversicherung idealerweise 24 Stunden rundum für berufliche und private Unfälle. Die Prämien der verschiedenen Unfall-Versicherer schwanken um bis zu 300 Prozent. Zudem bezieht sich das Angebot vieler Versicherer nicht nur auf die Absicherung der Arbeitskraft, sondern häufig auch auf weniger wichtige Leistungen wie z.B. Unfall-Krankenhaustagegeld oder Genesungsgeld etc. Auch hier gilt: Lassen Sie sich beraten.

    Rentenversicherung

    Selbständige Unternehmerinnen und Unternehmer sollten auch rechtzeitig den Aufbau ihrer Altersversorgung planen. Die Ansprüche an die gesetzliche Rentenversicherung, die man sich in der Zeit als Arbeitnehmer erworben hat, bleiben erhalten. Selbständige Freiberufler und Gewerbetreibende können auch weiterhin Beiträge an die Deutsche Rentenversicherung Bund abführen. Für sie gelten die Mindestbeiträge für freiwillig Versicherte. Sie betragen monatlich 79,60 Euro (West und Ost in 2010; » hier geht es zu weiteren Informationen zu aktuellen Werten der deutschen Rentenversicherung). Für einige selbständige Tätigkeit besteht Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung. Dazu zählen beispielsweise Handwerker, Hebammen, Lehrer, Künstler und Publizisten. Allerdings: Die Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung deckt für den Selbständigen normalerweise nur eine Grundversorgung ab. Um im Alter ausreichend abgesichert zu sein, sollten Sie daher für weitere Rücklagen sorgen: durch eine private Rentenversicherung, die staatlich geförderte Riester Rente, Geldanlagen wie Sparverträge, Investmentfonds, Immobilienbesitz oder Kapital bildende Lebensversicherungen (s. nächster Absatz!).

    Lebensversicherung

    Vergessen Sie keinesfalls die Absicherung von Hinterbliebenen durch Lebensversicherungen. Zur finanziellen Absicherung der Familie für den Fall eines vorzeitigen Todes des Familienernährers eignet sich am besten eine Risiko-Lebensversicherung. Sie wird fällig im Fall des Todes des Versicherten. Höhe und Dauer des Versicherungsschutzes sind individuell vereinbar. Eine wichtige Ergänzung kann der Einschluss einer Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung sein. Die zusätzliche Beitragsbelastung bei derartigen Verträgen hält sich in Grenzen.

    Keyman- oder Arbeitskraftausfall-Versicherung

    Sollten Sie schwer erkranken, ist der Betrieb von einem Tag auf den anderen führungslos. Die Folge ist: Der Geschäftsbetrieb ist blockiert. Im Falle einer Betriebsunterbrechung durch den Ausfall des Unternehmers bzw. Geschäftsführers kommt diese Versicherung für alle Unterbrechungsschäden (Weiterzahlung Löhne/Gehälter, Miete u.a.) auf. Je nach Versicherungsgesellschaft gelten hier unterschiedliche Konditionen.