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    Wichtige Privathaftpflichtversicherung: darauf sollte beim Vertragsabschluss geachtet werden

    Über die Notwendigkeit diverser Versicherungen lässt sich durchaus streiten - für die private Haftpflichtversicherung gilt dies allerdings nicht: Schon kleine Unachtsamkeit im Alltag können ganz erhebliche Konsequenzen nach sich ziehen, die die finanzielle Existenz bedrohen. Eine private Haftpflichtversicherung schützt die Familie umfassend und zu überraschend günstigen Konditionen. Warum eine Privathaftpflichtversicherung so wichtig ist und worauf beim Vertragsabschluss geachtet werden sollte wird im Folgenden erläutert.

    Optimale Vorsorge mit der Privathaftpflichtversicherung

    Sich selbst und die Familie optimal mit einer privaten Haftpflichtversicherung absichern / Bildquelle: pixabay.com

    Schaden verursacht: Haftung in unbegrenzter Höhe

    Der Gesetzgeber gibt sich an dieser Stelle unmissverständlich: wer einem Dritten einen Schaden zufügt, haftet dafür mit seinem Privatvermögen in unbegrenzter Höhe. Wenn beispielsweise ein Fußgänger auf sein Smartphone schaut und dabei ohne den Verkehr zu beachten über die Straße läuft, kann er damit ein Ausweichmanöver provozieren, welches zu erheblichen Schäden führt. Ein verletzter Motorradfahrer sieht beispielsweise ganz erhebliche Kosten nach sich, weil der Unfallverursacher sämtliche Behandlungskosten und Schadensersatzforderungen übernehmen muss. Je nach Schwere des Unfalls können dies auch umfassende Reha-Maßnahmen oder sogar eine lebenslange Invalidenrente sein. In einer solchen Situation wäre mit Kosten in Millionenhöhe zu rechnen, die die meisten Menschen keinesfalls aus privaten Mitteln stemmen könnten. Durch eine Privathaftpflichtversicherung mit einer sinnvollen Tarifgestaltung im Rahmen der privaten Vorsorge kann nicht nur der Versicherte selbst sondern auch die Familie geschützt werden. Dadurch werden die Kosten im Schadenfall auch bei einer Unaufmerksamkeit der Kinder ersetzt.

    Gut versichert für wenige Euro monatlich

    Trotz der hohen Leistungen fallen die Kosten für eine Privathaftpflicht vergleichsweise gering aus: selbst umfangreiche Leistungen sind zumeist schon für weniger als fünf Euro monatlich erhältlich, wie die Tarifaufstellung der AXA zeigt. Fachleute raten dazu, aufgrund der geringen Kosten auch nicht bei den Leistungen zu sparen - hier gibt es nämlich durchaus Unterschiede. Standardmäßig nicht immer versichert sind beispielsweise sogenannte Gefälligkeitsschäden. Der Grund: hier ist auch die gesetzliche Haftung ausgeschlossen, weshalb viele Policen zu Haftpflichtversicherung ebenso eine Kostenübernahme ablehnen. Das typische Beispiel für einen solchen Gefälligkeitsschaden ist die Hilfe beim Umzug. Der Freundschaftsdienst ist mit einigen Risiken verknüpft, schnell ist eine teure Lampe beschädigt oder das Geschirr zerbrochen. Damit nicht die Freundschaft darunter leidet, sollte die Haftpflichtversicherung auch solche Schäden übernehmen.

    Teurer Schlüsselverlust

    Ein weiteres Thema ist das Schlüsselverlustrisiko von Mietwohnungen oder Geschäftsräumen. Im Schadensfall können unter Umständen mehrere 1.000 Euro an Schadenssumme auflaufen, weil möglicherweise sämtliche Schließzylinder getauscht und neue Schlüssel ausgegeben werden müssen. Auch ein Schaden an beweglichen, geliehenen Sachen kann dazu führen, dass der Versicherte gesetzlich haftbar gemacht wird. Hier sollte bei der Tarifgestaltung genau darauf geachtet werden, ob der Versicherungsschutz diese Leistung umfasst. Dabei kann es sich beispielsweise um den geliehenen Laptop eines Freundes handeln, der fallen gelassen und beschädigt wird. Weiterhin sollten auch die Deckungssummen überprüft werden: 20 Millionen Euro gelten als akzeptabler Standard, 50 Millionen Euro schaffen zusätzliche Sicherheit. Auch ein Grundschutz von 5 Millionen Euro, wir von den meisten Versicherungsgesellschaften angeboten wird kann ausreichen - nur verzichtet werden sollte auf die Privathaftpflicht keinesfalls.